Kontaktlinsen werden direkt auf den Augen aufgebracht und können dadurch eine Brille ersetzen. Im Gegensatz zu einer Brille können die Kontaktlinsen nicht beschlagen und gerade bei dicken Brillengläsern sind die Kontaktlinsen optisch schöner. Es stört kein Brillen- oder Glasrand und die Kontaktlinsen können nicht so leicht zerstört werden. Insgesamt gibt es einige unterschiedliche Arten von Kontaktlinsen.
Harte und weiche Kontaktlinsen
Das Auge wird von harten Kontaktlinsen kaum berührt und diese schwimmen auf dem Tränenfilm. Über die Sauerstoffversorgung und Tränen kann dann die Ernährung der Hornhautoberfläche besser erfolgen. Dabei gibt es wenige Probleme mit chemischen Dämpfen und Lufttrockenheit. Weniger geeignet sind diese Linsen für eine staubige Umgebung oder für Kontaktsportler, denn sie fallen schneller heraus. Sie sind jedoch auch die einzige Form, die bei Verkrümmungen der Hornhaut oder bei einem Keratokonus anwendbar sind. Die weichen Kontaktlinsen können kaum verloren werden, nicht einmal beim Schwimmen. Es gibt auch keine Probleme bei staubiger Umgebung, doch sie sind nicht bei chemischen Dämpfen und trockener Luft geeignet. Sie sitzen dem Auge direkt auf und die Oberfläche wird daher ein wenig schlechter mit Sauerstoff versorgt. Durch den Augenarzt sind hier regelmäßige Kontrollen pro Halbjahr angebracht, denn dieser kann Mangelerscheinungen der Hornhaut erkennen. Wichtig ist, dass diese Kontaktlinsen erst eine Stunde nach dem Aufstehen eingesetzt und eine Stunde vor der Nacht herausgenommen werden, damit ein wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Tageslinsen und Monatslinsen sind besondere Formen der weichen Kontaktlinsen.
Die Monats- und Tageslinsen
Bei den Monatslinsen handelt es sich um relativ günstige und weiche Linsen, die nach zwei bis vier Wochen durch neue Monatslinsen ersetzt werden. Bei den Monatslinsen entstehen seltener Reaktionen wie ein Brennen, Rötungen oder Allergien, welche oft durch Unverträglichkeiten entstehen. Gerade weil die Oberfläche noch nicht gealtert ist und keine übermäßigen Auf- und Einlagerungen von Fremdstoffen erfolgen. Preiswert bedeutet bei den Monatslinsen keine größere Gefahr für die Augen und es handelt sich oftmals auch um keine schlechte Qualität. Als Ersatz für normale Linsen werden häufig Monatslinsen genommen, doch diese gibt es oftmals nicht für extreme Werte wie beispielsweise eine starke Verkrümmung der Hornhaut. Tageslinsen müssen nicht gereinigt werden, denn diese werden nach der Verwendung einfach entsorgt. Gerade Gelegenheitsträger und Allergiker verwenden diese Kontaktlinsen besonders gerne. Werden die Kontaktlinsen allerdings täglich getragen, dann sind die Monatslinsen günstiger.
Weitere Arten von Kontaktlinsen
Die 24-Stunden-Linsen sind eine neue Entwicklung, welche in der Nacht nicht herausgenommen werden müssen. Dies soll kein Problem darstellen, denn diese sind sehr sauerstoffdurchlässig. Bislang haben diese Linsen noch die höchste Rate an Hornhautentzündungen als Folge. Die Ortho-K-Linsen sind aktuell der größte Schrei, denn diese ermöglichen nach 8 Stunden tragen in der Nacht ein scharfes Sehen ohne Brille und ohne Linsen für bis zu 16 Stunden. Allerdings nur bis minus 4,5 dptr Kurzsichtigkeit und 1,5 dptr Hornhautverkrümmung. Es sind speziell für einen Kunden angepasste harte Kontaktlinsen und es erfolgt eine gezielte Modellierung der Hornhautoberfläche. Ist man mit dem Ergebnis nicht zufrieden, dann verschwinden die Veränderungen im Gegensatz zu einer Laseroperation wieder. Es kann häufiger zu Hornhautgeschwüren kommen und für Patienten mit trockenen Augen sind diese nicht geeignet.
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