Für Menschen mit verminderter Sehkraft gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man trägt eine Brille oder man verwendete Kontaktlinsen, um die Sehkraft zu stärken.
Kontaktlinsen sind eine wunderbare Erfindung als Alternative zur Brille, denn viele Menschen wollen einfach keine Brillen tragen oder sind einfach kein Brillentyp, andere fühlen sich wiederum ohne Brille nackt.
Die geschichtlichen Daten
Sehhilfen gibt es eigentlich schon seit Jahrhunderten, Überlieferungen besagen, dass ein gewisser Salvino D’Armante im Jahr 1284 die ersten Augengläser entwickelt hat, eine weitere Überlieferung spricht von Alessandro Spina, es waren auf alle Fälle beides Italiener.
1508 zeichnete Leonardo da Vinci eine erste Skizze, in der er eine Form von Kontaktlinsen auf Papier brachte.
1820 entwickelte der britische Astronom Sir John Herschel eine Linse, die zur jeweiligen Form des Auges passte, ein Abbild des Auges konnte jedoch noch nicht gemacht werden, das war erst mit der Einführung der Anästhesie möglich.
1888 war es dann endlich so weit und die ersten Kontaktlinsen wurden hergestellt. Eugen Flick ein Arzt aus der Schweiz und Deouard Kalt haben diese Errungenschaft unabhängig voneinander zur gleichen Zeit geschafft. Zugerechnet wird die Erfindung Eugen Flick, da dieser die ersten Kontaktlinsen für sich herstellte und diese auch benütze. Sie waren jedoch so unbequem und schmerzhaft, dass man sie nur für zwei Stunden tragen konnte.
Die verwendeten Materialien
Die Erfindung der Kontaktlinsen ist eine wunderbare Sache, denn die Techniken wurden natürlich wesentlich verbessert und inzwischen gibt es für jeden die richtige Kontaktlinse, ob kurz- oder weitsichtig, ob harte oder weiche Linse.
Der eigentliche Durchbruch kam mit der Erfindung des Materials Plastik, die ersten Plastiklinsen waren aus Polymethylmethacrylat, dieser Stoff war zwar noch sauerstoffundurchlässig aber wesentlich bequemer als die bis dahin verwendeten Glaslinsen.
Die Erfindung der weichen Kontaklinse
1948 wurden die ersten Kontaktlinsen entwickelt, die den heute am Markt befindlichen ähneln, diese Linsen bedeckten nur mehr die Hornhaut, die Kontaktlinsen waren endlich erfunden.
Natürlich ging die Entwicklung noch weiter, 1961 entwickelte Otto Wichterle, ein Chemiker, mit einfachsten Teilen die erste weiche Kontaktlinse, die von Bausch & Lomb weiterentwickelt wurden und 1971 erstmals auf den Markt kamen.
Heute sind beinah 90 Prozent der Linsen, weiche Linsen.
Kontaktlinsen kann man heute bei jedem Optiker und jedem Augenarzt bekommen, auch im Internet kann man Kontaktlinsen online bestellen.
Kann ich überhaupt Kontaktlinsen tragen?
Ob man überhaupt Kontaktlinsen tragen kann, stellt der Augenarzt fest, weiters ist es wichtig zu wissen, bei welcher Tätigkeit man die Kontaktlinsen trägt. Ob bei der Arbeit, beim Sport oder zu Hause. Mit diesen Informationen werden die optimalen Kontaktlinsen ausgewählt und man bekommt eventuell Probelinsen, um zu sehen, ob die Linsen passen.
Der Unterschied zwischen harter und weicher Kontaktlinse besteht darin, dass harte Linsen kleiner als die Hornhaut sind und sich hart anfühlen. Man braucht einige Zeit um sich an diese Linsen zu gewöhnen, dafür können aber auch starke Unregelmäßigkeiten der Hornhaut damit korrigiert werden.
Weiche Kontaktlinsen sind hingegen größer als die Hornhaut und fühlen sich beim Tragen weich an, man gewöhnt sich rasch daran, dafür ist sie nicht für alle Fehlsichtigkeiten geeignet. Weiche Kontaktlinsen können auch als Tageslinsen, Wochen- oder Monatslinsen gekauft werden.
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